Entwurf für geladenen Ideenwettbewerb "Denkzeichen lebenswerte Stadt", Kultur-Mitte, Berlin
Any one place is always replete with new improvisations.
Für einen geladenen Wettbewerb "Denkzeichen lebenswerte Stadt" beschäftige ich mich mit der Perspektive der zu-Fuß-Gehenden im urbanen Raum. Anlass des Wettbewerbs ist ein Verkehrsunfall an der Kreuzung der Auslobung. Außerdem eine Untersuchung der Nahmobilität im Umfeld des Unfalls, erstellt von Studierenden der TU Berlin. Sie trägt den Titel: „Raum für Menschen. Leuchtturmprojekt für eine lebendige, sichere, nachhaltige und gesunde Stadt!“.
Mein Vorschlag rückt zu-Fuß-Gehende in Form einer Bodenzeichnung in den Fokus. Diese erstreckt sich über beide Bearbeitungsbereiche sowie den dazwischenliegenden Raum. Vorgeschlagen werden zwölf farbige Linien, anlog der Markierungen im Straßenraum. Auf Grundlage der Querungen von Passant*innen vor Ort, soll die Position der unterschiedlich langen Markierungen verortet werden.
Die Linien können irritieren und sehen aus wie ein farblich und räumlich verrutschter Zebrastreifen. Die Linien streichen aus (wie mit einem Stift etwas durchstreichen). Sie fügen etwas zusammen (wie Heftpflaster oder ein Nähfaden eine Wunde). Sie markieren und geben vor. […] Die sichtbare Markierung dient als Vorschlag für Passanten, als Unterbrechung des eigenen eingefahrenen Weges und als SehErfahrung. Sie setzt das Selbst in Beziehung zum Umfeld.
Ein Teil des Budgets plane ich für einen „digitalen / performativen Zusatz zur räumlich verorteten künstlerischen Arbeit“ ein. Dafür habe ich Reihe von künstlerischen Spaziergängen/Artist Walks und Impulsvorträgen in Form von Spaziergängen mit geladenen Expert*innen zum aktuellen Diskurs um den urbanen Raum konzipiert. Ergebnisse des Austauschs sollen als Audio- und Videodokumentation langfristig vor Ort abrufbar sein.