b-tour Festival, Berlin
reorganized and restructured
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In drei für die Touren angefertigten Stadtplänen stelle ich von mir beobachtete Handlungen von Personen an den benannten Orten vor. Diese festgehaltenen Beobachtungen können dann mit dem gegenwärtigen Tun an den jeweiligen Orten erlebt werden – eine Form der zeitlichen Überlagerung: eine vergangene Handlung eines Ortes trifft die Gegenwart desselben.
Das klingt etwas abstrakt, wird denn nichts aufgeführt oder erzählt?
Nein, oder eigentlich: Ja. Ich erzähle davon, was stattfindet und der Ort führt sich selbst auf. Das ist meine Auslegung von performativer Kunst.
Worum geht es dabei?
Mir geht es dabei vor allem um das Dekonstruieren des Ortes und um das Zusammenwirken von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
In der Erarbeitung frage ich mich, was den Ort ausmacht und ob die Handlungen, die fortlaufend durch den Ort selbst provoziert werden und deshalb passieren, den Ort definieren? Darüber hinaus frage
ich: Wer hat sich den Ort ausgedacht? Bringt mich der Ort zu der Handlung, die ich dort ausführe? – konkret: Wessen Vorstellung führe ich aus? Und: Bin ich Statist in einer sehr präzise erdachten Kulisse?
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Auszug aus „Der Ort führt sich selbst auf“ (http://www.stadtaspekte.de/?p=7007)